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Seniorenforum 2015

> 6.326 Einsätze
> 14.780 Stunden
> 149.659 Kilometer

Neujahrsempfang - ein Blick zurück!

30 Ehrenamtliche besuchten das "Kindervallei" in Valkenburg und verbrachten einen sehr interessanten Nachmittag

Ein Rückblick auf das Jubeljahr 2013

Am Samstag, 25. Januar fand im Vereinslokal in Neundorf der Neujahrsempfang statt. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Rückblicks auf das Jubeljahr 2013 sowie den Ausblick auf die geplanten Aktivitäten des Jahres 2014.

Am Sonntag den 10. November gaben der Kirchenchor "St Cäcilia Amel" und "Quintessenza" ein Benefizkonzert um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche Amel zugunsten der Stundenblume

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besuchern für die großzügigen Spenden

„Ehrenamt in der DG“

Infomarkt „Ehrenamt in der DG“ am 20. Sept. 2015 in Eupen

Ehrenamt ist bunt, kreativ und vielfältig! Unter dem Motto „Engagement bewegt“ können Sie beim Infomarkt „Ehrenamt in der DG" die gesamte Vielfalt des Ehrenamts in der DG erleben: 25 Organisationen aus allen Ehrenamtsbereichen stellen ihre Arbeit und ihre Projekte vor. Vom Königlichen Bienenzuchtverein, über Organisationen aus dem Jugend- und Seniorenbereich, aus der Entwicklungs- zusammenarbeit und dem Sozialbereich bis hin zur Multikulturellen Arbeit der neuen VoG „Median“.

Die Organisationen haben ein spannendes Programm für Sie zusammengestellt:

Wir als Stundenblume nehmen am  Infomarkt teil.
Warum nehmen wir am Infomarkt teil?

  • Wir können unsere Organisation und unsere Ehrenamtsarbeit einem breiten Publikum vorstellen.
  • Wir sehen im Infomarkt einen wichtigen Beitrag, um für das Thema Ehrenamt zu sensibilisieren.
  • Wir möchten neue Ehrenamtliche gewinnen.

Kommen Sie zum Infomarkt Ehrenamt und besuchen Sie unseren Stand.

Parallel zum Infomarkt findet der Eupener Lambertusmarkt statt. Wir nutzen diese Chance, um auch den zahlreichen Besucher des Lambertusmarktes unsere Arbeit zu präsentieren.

Notieren Sie sich den Termin:

Sonntag, 20. September 2015 von 11 bis 17 Uhr im Ministerium der DG, Eupen, Gospertstraße 1

Weitere Informationen gibt es in den nächsten Wochen in der Tagespresse oder im Internet auf www.dglive.be/ehrenamt

Die Veranstaltung wird unterstützt von „europe direct“

Ein farbenfroher Nachmittag bei der Stundenblume

Als Premiere konnten wir Euch und Euren Nutznießern in diesem Jahr sowohl im Süden als auch im Norden einen Nachmittag der etwas anderen Art anbieten: Ein „bunter Sommernachmittag“, und den konnten wir im wahrsten Sinne des Wortes so unterzeichnen, denn bunt war er allesamt und ganz schön warm zudem. 

Beim gemütlichen Beisammensein, animiert durch die Koordinatorinnen der Stundenblume, wurde nach einer kurzen Begrüßung zum Spielewettbewerb animiert. Bunt gemischte Spielegruppen von Ehrenamtlichen und Nutznießern  die sich Namen gaben wie „Sonnenschein“ , die „Azoren“ oder auch „die lustigen 4“ wetteiferten bei diversen kniffligen Aufgaben um die schnellstmöglichen Lösungen. Im Norden wurde die Gruppe  tatkräftig unterstützt von unserem Sozialminister Antonios Antoniadis, der es sich nicht nehmen ließ, an diesem Nachmittag dabei zu sein und die Ehrenamtlichen zu Ihrer Motivation und ihren Erfahrungen im Ehrenamt bei der Stundenblume befragte.

Nach gemeinsamen Gewinnergruppenermitteln ging es zum eher gemütlichen Part des Nachmittags hinüber: bei frisch gebackenen Waffeln, selbstgemachtem Rhabarberkompott, leckereren Marmeladen und frisch aufgebrühtem Kaffee wurde der ein und andere nette Plausch gehalten. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Ideen verteilt, gelacht und geklatscht. Bei einer weiteren Tasse Kaffee unterhielt die Gruppe im Süden Joseph Schür mit seinem Kompagnon, dem Akkordeon, auf amüsante Art und Weise. Singend und schunkelnd wurde die „Maienacht“ oder auch „ Lustig ist das Zigeunerleben“ geträllert, bis zum dem Zeitpunkt, dass es an der Zeit war, sich zu verabschieden.

Im Norden begleitete der Organist Herr Fischer den Nachmittag ebenfalls ehrenamtlich, dafür bedanken wir uns herzlich.

Zuletzt  gilt es „Danke“ zu sagen. Danke all den Beteiligten, die so schön zum Gelingen der Nachmittage beigetragen haben.

 

Weitere Fotos unter der Rubrik "Fotos"

2. Seniorenforum restlos ausverkauft

Mit dem Schwerpunkt Demenz bot die Stundenblume in Zusammenarbeit mit dem Josefine-Koch-Service ihr 2. Forum „Alter spielt (k)eine Rolle“ an. Neben dem vielfältigen Angebot gab es zudem genügend Raum zum fruchtbaren Austausch innerhalb der rund 120 Teilnehmer.

Gleich zu Beginn des Tages wurde auch klar, wieso beide Organisationen involviert waren: sie verfolgen gleiche, sogar identische Ziele, nämlich die Lebensqualität der Senioren aufrecht zu erhalten und im besten Falle noch zu verbessern. Genau deswegen lag es beiden Ehrenamtsorganisationen sehr am Herzen, Tagungen wie diese hier zu organisieren, um den nötigen Raum zu schaffen, aktuelle und unterschiedliche Themen anzusprechen und diese aufzugreifen. Auch geben diese Foren dem Zuhörer neuen Input, die Möglichkeit zu ergebnisreichem Austausch und zur persönlichen Horizonterweiterung auf ganz spezifischen Gebieten. Diesmal zum Thema Demenz.

Dr. Heinen, Leiter der Memoklinik in St.Vith füllte den ersten Teil des Vormittags mit wertvollen Informationen und gleichzeitigem Anspornen unserer psychischen und physischen Aktivitäten. Doch eine Erkenntnis gilt gleich zu Anfang: „Ein geeignetes Medikament, um dementiell veränderte Menschen zu heilen steht auch nach 20jähriger Forschung noch nicht zur Verfügung, jedoch lassen sich die zehn Prozent der Ursachen von Demenz mit und ohne Medikamente behandeln. Voraussetzung ist jedoch, dass der Patient möglichst rasch nach den ersten Symptomen einen Facharzt, in dem Falle, einen Neurologen aufsucht.“ Wurden wir hier eher mit möglichen Formen der Genesung und der Erkenntnis konfrontiert, wurden die Teilnehmer  in einem weiteren Vortrag  ganz bewusst über den alltäglichen Umgang mit dementiell veränderten Menschen aufgeklärt. Frau Marga Backes, Pflegedienstleiterin des Seniorenzentrums St. Franziskus, gab den Teilnehmern jede Menge Input aus ihrem Alltagsgeschehen mit betroffenen Menschen: Wie verhalte ich mich meinen Nächsten, einem Bekannten oder auch Fremden gegenüber in den verschiedenen Phasen der Krankheit? Kann ich im Umgang mit Betroffenen etwas „falsch“ machen? Gibt es kreative Werkzeuge, die man mir an die Hand geben kann? Auf diese und viele andere Fragen fanden die Zuhörer Antworten bezogen auf den Umgang mit Demenzkranken.

Künstlerisch wurden beide Referate von der Clownin Aphrodite unterbrochen, die auf weiche und filigrane Art und Weise dem Zuschauer das Thema Demenz näher brachte.

Nach einem stärkenden Imbiss und einer behutsamen Einführung in den Nachmitttag mit dem Theaterstück zu „(M)ein anderer Ort“  ebenfalls vorgeführt von Clownin Aphrodite, erhielten die Teilnehmer einen Überblick über die vielfältigen Hilfsangebote für Betroffene, Angehörige und Begleiter innerhalb der DG. Dieser Part wurde  von Katja Piel, Ansprechpartnerin bei EUDOMOS- ihr häuslicher Begleitdienst, übernommen. Auch hier konnten, wie bei den vorherigen Referaten, offene Fragen bei einer abschließenden Zuschauerrunde gestellt und von den jeweiligen Ansprechpartnern beantwortet werden.

Nochmals spannend wurde es bei der abschließenden Nachfrage, was ein jeder sich für ein anstehendes Seniorenforum wünscht. Welche Thematiken sollten akut behandelt werden? Welche Bereiche bedürfen noch der genaueren Betrachtung? Welche Themen sind von besonderem Interesse? Lassen wir uns überraschen bei einem sicherlich stattfinden Seniorenforum „Alter spielt (k)eine Rolle“ in absehbarer Zukunft!

Sehen Sie weitere Fotos in unserer Rubrik "Fotos"

 

Neujahrsempfang 2015 - ein Blick zurück!

Weitere Bilder unter Fotos

Am letzten Tag des Monats Januar hatte die Stundenblume alle Ehrenamtlichen mit Partner zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Das Kulturheim Hergenrath war festlich geschmückt, als die Gäste eintrafen. Zunächst wurde in freundschaftlicher Runde ein Glas Sekt gereicht, danach warteten die Ehrenamtlichen gespannt auf die gesammelten Zahlen.

Nachdem ich als Geschäftsführerin von LFV-Stundenblume die Ehre hatte, alle Ehrengäste und Gäste herzlich zu begrüßen, richtete der neue Minister für Soziales, Antonios Antoniadis, ein paar Worte an die Anwesenden. Er konzentrierte sich dabei auf Dank und Anerkennung für die vielen Stunden des selbstlosen Einsatzes für andere und versicherte allen Anwesenden, dass die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein möchte.

Ein Blick zurück

Das Jahr 2014 war ein bewegtes Jahr. Die Eifelzentrale der Stundenblume ist Ende April in neue Räumlichkeiten gezogen. Die neuen Räume in der Malmedyer Straße liegen noch zentraler als bisher und bieten durch zwei getrennte Büros neue Möglichkeiten. Am 1. Juni trat eine neue Kollegin bei Stundenblume ihren Dienst an: Gerlinde Zimmermann-Müller vervollständigt das Team der Hauptamtlichen; sie arbeitet 13 Stunden/Woche.

Im Mai startete das Seminar für Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter mit insgesamt 13 interessierten Frauen und einem interessierten Mann. Dank der finanziellen Unterstützung der CERA Foundation sowie des AKE (Arbeitskreis Katholische Erwachsenenbildung) war es möglich, das fünftägige Seminar unter der Leitung von Margot Piel und Inge Arens durchzuführen.

Ein Blick nach vorne

Um den Bereich der Trauerbegleitung und Einsamkeitsbewältigung noch stärker bei Stundenblume zu verankern, wird es ab 2015 ein neues Angebot in St. Vith geben, und zwar einen monatlich stattfindenden Treffpunkt für Trauernde, eine Art Selbsthilfegruppe, die in einem ersten Schritt durch eine der Ausbilderinnen des Seminars für Trauerbegleitung geleitet wird und zu einem späteren Zeitpunkt ein Betätigungsfeld für diejenigen werden kann, die die Ausbildung absolviert haben.

Im April findet eine Seniorentagung in Zusammenarbeit mit dem Josefine-Koch-Service statt. Diese Tagung beleuchtet das Thema „Demenz“. Eudomos konnte als „Schirmherr“ gewonnen werden.

Nachdem sich bei der Basisausbildung 2014 herausgestellt hat, dass es große Defizite bei den Ehrenamtlichen im Bereich der „Ersten Hilfe“ gibt, wurde eine Weiterbildung zu wichtigem Basiswissen geplant. Eventuelle Erweiterungen sind nicht ausgeschlossen. Ostbelgien ist auch in Bezug auf die Altersarmut keine Insel (siehe hierzu auch die Anmerkungen im letzten Tätigkeitsbericht). Die Ehrenamtlichen sind im Nahraum der Nutznießer tätig und bemerken finanziell prekäre Situationen häufig als erste oder gar einzige. Um den Informationsfluss über Rechte und Ansprüche alter Menschen zu gewährleisten, werden zwei Sozialassistentinnen (Mitarbeiterinnen verschiedener ÖSHZ) zu einem Weiterbildungsnachmittag eingeladen.

Ein Experiment der besonderen Art werden die beiden „Kennenlernnachmittage“ für Ehrenamtliche und betreute Personen im Sommer. Es hat auch in der Vergangenheit schon einzelne Angebote gegeben, bei denen die Nutznießer auch teilnehmen konnten. Dieses Mal wird es jedoch umfassender gestaltet und die Mitarbeiterinnen sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird.

 

Ein Blick auf die Ergebnisse des Jahres 2014

Im Jahr 2014 waren 134 Ehrenamtliche (56 Männer und 78 Frauen) aktiv im Dienst der Stundenblume unterwegs. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir neun neue Ehrenamtliche hinzugewonnen, die meisten von ihnen sind Frauen. In Büllingen und St. Vith steigt die Zahl der Ehrenamtlichen im Vergleich zu 2013, in Eupen sinkt sie.

Insgesamt wurden 502 Menschen (158 Männer und 344 Frauen) durch die Stundenblume begleitet. Das bedeutet einen enormen Anstieg im Vergleich zu 2013. Insgesamt begleitete die Stundenblume 128 Personen mehr als im letzten Jahr. Der größte Anstieg ist bei den 85- bis 90-jährigen zu verzeichnen. Bei den Hochaltrigen führen wir diese Entwicklung auf die Demografie zurück. Wir rechnen in den kommenden Jahren mit einem Anhalten dieser Entwicklung, da die geburtenstarken Jahrgänge (Nachkriegsgeneration) nachrücken. Frauen sind doppelt so häufig Nutznießer bei Stundenblume als Männer. Das mag mit der höheren Lebenserwartung der Frauen zusammenhängen, sicherlich aber auch mit der Tatsache, dass in der heute alten Generation viele Frauen keinen Führerschein haben.

Unsere Verwaltungsratspräsidentin, Gaby Wirtz, ging auf die gerade beschriebenen Entwicklungen ein und betonte, dass Stundenblume zukünftig ausschließlich Menschen über 65 sowie körperlich Beeinträchtigte als Zielgruppe definiert. Die pflegenden Angehörigen sollen auch weiterhin bei uns Unterstützung und Entlastung finden.

Nach einem musikalischen Intermezzo durch Fabrice Aldenhoff, einen jungen Musiker und Sportler mit Downsyndrom, bedankten sich die Mitarbeiterinnen herzlich bei allen, die zum Gelingen des Neujahrsempfangs beigetragen haben, allen voran Marlene Zimmermann und deren Freundinnen, Ursula Schumacher, sowie allen, die den teilweise weiten Weg durch Schnee und Eis nicht gescheut haben, um durch ihre Anwesenheit die Verbundenheit mit Stundenblume auszudrücken.

Neujahrsempfang 2014

Um kurz nach zwei fiel mir als Geschäftsführerin von LFV-Stundenblume die schöne Aufgabe zu, die fast 70 anwesenden Ehrenamtlichen sowie unsere Ehrengäste, Herrn Minister Mollers sowie Gaby Wirtz, die Präsidentin unseres Verwaltungsrates und einige Vertreter der Presse zu begrüßen. Zwei ganz neue Ehrenamtliche wurden bei ihrer „Premiere“ in unseren Reihen herzlich willkommen geheißen.

Untermalt von einer durch Katleen Hennes wunderschön gemachten Powerpoint-Präsentation ging ich zunächst auf die wichtigsten Prinzipien der Stundenblume ein: Ehrenamtliche verschenken ihre Zeit, dieses Zeitgeschenk wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen vermittelt und weniger mobile Menschen nehmen dieses Zeitgeschenk dankbar entgegen.

2013 war ein besonderes Jahr, da wir einen runden Geburtstag feiern konnten. Dabei wurde besonders der Filmbeitrag mit Zeugnissen von Nutznießerinnen und Nutznießern noch einmal lobend erwähnt, denn besser als diese Menschen selbst kann niemand in Worte fassen, wie viel der Einsatz der Stundenblümchen bewirkt.

In den letzten 20 Jahren hat es eine kontinuierliche Steigerung der Anfragen und der Einsätze gegeben. Im Jahr 2013 waren 125 EA aktiv im Dienst der Stundenblume unterwegs. Von den 125 EA sind 66 Frauen und 59 Männer also ein fast ausgewogenes Verhältnis. Im Jahr 2013 wurden 374 Menschen durch die Stundenblume begleitet, 264 Frauen und 110 Männer. Hier ist das Geschlechterverhältnis anders als bei den Ehrenamtlichen, die Frauen sind doppelt so häufig Nutznießer bei Stundenblume als Männer.

Insgesamt verzeichneten wir 5.371 Einsätze in allen möglichen Bereichen. Wie viele Stunden wurden verschenkt? Insgesamt 13. 434 Stunden wurden von den Ehrenamtlichen verschenkt, 114 Stunden mehr als im vergangenen Jahr bei etwas weniger Einsätzen.

Wie viele Kilometer wurden zurückgelegt? Insgesamt 148.001 Kilometer wurden gefahren, fast 4.000 Kilometer mehr als im letzten Jahr. Schlussfolgerung: die Frage der Mobilität insbesondere bei älteren Menschen ist nach wie vor ein ungelöstes Problem.

Die Verantwortlichen des Verwaltungsrates werden sich eingehend mit den Zahlen und den daraus zu schließenden Schlussfolgerungen beschäftigen. Mit einem Ausblick auf die anstehenden Weiterbildungen und Austauschnachmittage sowie einem damit verbundenen dringenden Appell, die Seite „Stundenblume“ immer besonders gut zu lesen beendete ich meinen Vortrag mit einem Text aus der Feder von Nelson Mandela.

Im Anschluss an diesen Rück- und Ausblick sprach Minister Mollers zu den Anwesenden. Er drückte seine Verbundenheit und seine Dankbarkeit für das Geleistete aus und trug eine kleine Geschichte vor, die sehr gut ankam. Die Präsidentin unseres Verwaltungsrates schloss sich den Ausführungen des Ministers an und drückte in ihrem Grußwort die Verbundenheit des LFV zur Stundenblume aus und bedankte sich bei Minister Mollers und dessen Mitarbeitern für die Unterstützung und das Wohlwollen.

Zur großen Freude des Publikums durften wir dann einen „Gesandten aus Rom“ (Marianne Louges) und eine Übersetzerin (Myriam Reinertz) willkommen heißen. Bis nach Rom hatte sich wohl herumgesprochen, dass die „hora flora“ eine tolle Vereinigung ist!

Im daran anschließenden informellen Teil der Veranstaltung erfreute Marlene Zimmermann alle mit einer sehr leckeren Suppe gefolgt von einem kleinen Gebäck. Viele interessante Gespräche fanden statt.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Helga und Dieter, bei Myriam und Freddy, bei Hilla, Heribert, Marlene, Susanne und Charlotte sowie Anna und bei Katleen bedanken. Ihr habt ganz wunderbar dafür Sorge getragen, dass dieser Empfang allen Anwesenden in guter Erinnerung bleiben wird.

 

Gisela Cloot

Foto: nemo.presse
Foto: nemo.presse
Foto: nemo.presse
Foto: nemo.presse
„Gesandte aus Rom“ Marianne Louges und Myriam Reinertz

04.02.2014

Kultursommerwanderung 2014

Ausflug zum „Kindervallei“ in Valkenburg
Autoren: Alois Eicher und Norbert Zeyen
Foto: Heribert Schmidbauer

 Die traditionelle Kultursommerwanderung der Stundenblume wurde dieses Jahr am 27. August in einem etwas anderen Rahmen angeboten. Eingeladen waren alle Freiwilligen zu einer geführten Besichtigung des Hauses „Kindervallei“ der Mac Donald Stiftung in der Nähe von Valkenburg in den Niederlanden.

Knapp 30 Freiwillige profitierten von dieser einmaligen Gelegenheit und stiegen gutgelaunt an den verschieden Haltestelle in den Bus.

Um 14 Uhr wurden wir herzlich bei einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen von drei ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im Haus empfangen. Die Ehrenamtlichen gaben uns eine Einführung in die Philosophie und die Architektur dieses Projektes.

Was ist das “Kindervallei“?
Das Haus “Kindervallei” ist ein Teil der Ronald Mc Donald-Stiftung und bietet Familien mit behinderten Kindern einen magischen Urlaubsort. Hierzu stehen acht behindertengerechte Wohnungen zur Verfügung. Das Haus verfügt darüber hinaus über sechs Zimmer für Eltern, deren Kinder in der Nähe hosptalisiert oder in Rehabilitation sind. Die Besucher können ebenfalls Gebrauch von gemeinschaftlichen Einrichtungen wie Küche, Bibliothek, Internetraum und Spielzimmer machen. Beide Angebote können dank Spenden und der Arbeit von 70 Ehrenamtlichen sehr kostengünstig angeboten werden.

Besondere Architektur - Hundertwasser
Auf Initiative einiger Idealisten hin wurde in Zusammenarbeit mit der Mac Donald Stiftung und zahlreichen Sponsoren das Haus erbaut und 2007 eingeweiht. Ein unausgeführter Entwurf des verstorbenen Künstlers Friedensreich Hundertwasser, eigentlich für ein Museum in Neuseeland, konnte für dieses Projekt als Modell für verwendet werden. Ausgeführt wurde der Bau vom Architekten Peter Pelikan, der durch jahrelange Zusammenarbeit mit dem Künstler mit dessen Philosophie vertraut ist. Die „Regenbogen-Spirale“ ist das einzige Hundertwasser-Haus in den Niederlanden und ein großartiges buntes Bauwerk ganz im Geiste von Friedensreich Hundertwasser.

Hier der Eindruck von Norbert Zeyen: „Hundertwasser hat dieses Haus sehr künstlerisch gestaltet. Das gesamte Gebäude ist in der Natur eingebettet. Um zum Eingang zu gelangen, überquert man eine Brücke über einen wunderbaren Teich mit vielen Fischen und Wasserpflanzen. Von außen gesehen ist das Gebäude sehr bunt gestrichen. Das gesamte Gebäude wird von Säulen getragen, die einen Baum darstellen. Selbst in den Innenräumen wachsen Bäume nach außen durch die Fenster. Die verschiedenen Türgriffe, verschiedene Farben an jeder Seite des Zimmers, die Rundungen und die verschiedenen Naturgewächse zeigen uns die Person Hundertwassers als Naturliebhaber, als Künstler und Menschenfreund.“

 Großartige Ehrenamtsarbeit
Natürlich ist diese Initiative auch weiterhin auf die Unterstützung privater Spender sowie Sponsoren aus der Wirtschaft angewiesen. „Kindervallei“ wird mit nur vier Festangestellten und in Zusammenarbeit mit 70 Freiwilligen bewirtschaftet. Die Freiwilligen werden, wenn möglich, nach ihren Interessen und Fähigkeiten eingesetzt. Vieles geschieht ehrenamtlich, beispielsweise der Unterhalt der Grünanlage sowie der Zimmer, die PR-Arbeit oder die Sponsorensuche.

Bei einem Rundgang in drei Gruppen erhielten wir fachmännische Erklärungen zur Architektur und Philosophie des Hauses, wir konnten einen Blick in die Zimmer und Gemeinschaftsräume werfen und bei strahlendem Sonnenschein über die Dachterrassen schlendern. Während des Rundganges erlebten wir immer wieder neue optische Überraschungen. Wir alle waren begeistert und beeindruckt von dem herzlichen Empfang und den zahlreichen Informationen. Nachdenklich traten wir gegen 17.00 Uhr den Heimweg an, in dem Bewusstsein einen sinnvollen Tag erlebt zu haben.

  

Seniorentagung in Eupen

Gelungene Sensibilisierungsarbeit im Seniorenbereich

Alter spielt (k)eine Rolle. Unter diesem Titel veranstalteten die Ehrenamtsprojekte Josephine-Koch-Service und LFV-Stundenblume am 25. September ihr erstes Seniorenforum. 54 Teilnehmer, sowohl interessierte Senioren, wie auch hauptamtliche und ehrenamtliche Menschen im Dienste von Senioren, hatten sich an diesem Tag im Alten- und Pflegehein St. Joseph in Eupen eingefunden. Minister Mollers begrüßte die Initiative der beiden Organisationen, die sich in die Projekte des Europäischen Jahres für aktives Altern einreihen. Dass Alter eine Rolle spielt, steht für ihn außer Frage. Wie wir aber das facettenreiche Alter aktiv gestalten, ist eine Herausforderung sowohl für den Einzelnen wie für die Gesellschaft.

An das Bild des aktiven Alterns, das unsere Gesellschaft heutzutage prägt, rüttelte Herr Schützendorf, Fachbereichsleiter für Fragen des Älterwerdens, direkt zu Beginn der Veranstaltung.
Seit der ersten Mondlandung kennen unsere technischen Fortschritte keine Grenzen mehr, erklärte er, und dass wir mit diesen Fortschritten das Alter immer mehr herausschieben können. An Aktivität, Gesundheit, Autonomie machen wir unsere Würde fest. Aber, so interpellierte er die Zuhörer etwas provokativ, müssen wir wirklich turnen bis zur Urne? Rosten wir wirklich, wenn wir rasten? Senioren sollen nicht zur Aktivität verpflichtet werden. Vielmehr plädierte Erich Schützendorf für ein Altern in Ruhe, für das Üben von Müßiggang. Entschleunigung und Entpflichtung sind Voraussetzung für Achtsamkeit und die sollte man sich und seinem Körper gönnen. Auch Verbundenheit ist wichtig im Alter. Wenn man nicht mehr so kann, wie man will, ist man auf Verbündete angewiesen und die fallen nicht vom Himmel. Demnach ist es wichtig seine Kreativität im 3. Lebensalter zu nutzen, um sein 4. Lebensalter zu planen, wenn man sein Leben in andere Hände geben muss. Besonders angetan waren die Zuhörer von der Idee, eine Lebensverfügung anstatt einer Patientenverfügung zu verfassen. Darunter versteht Herr Schützendorf ein Dokument, auf dem man niederschreibt, was man noch von seinem Leben erwartet, wenn man pflegebedürftig ist. Und dabei spielt gesundheitliche Vernunft absolut nicht die größte Rolle, sondern Menschenwürde. Schokolade, eine Zigarre, etwas Zärtlichkeit sind Eigensinn, den man sich leisten kann, wenn man sich sein Leben lang in Milde, Verständnis und Großzügigkeit seinen Mitmenschen gegenüber geübt hat.

Für die gleiche Vorrausicht setzte sich Patrick Laschet ein. Er ging spezifisch auf Wohnformen im Alter ein.
Auch in diesem Bereich ist Vorausplanung wichtig. Nachdem er darstellte, welche Tücken Häuser bieten können, die man in jungen Jahren erbaut hat, stellte er mögliche Wohnformen für die späteren Jahre vor. Noch lange nicht alle anwesenden Senioren wussten zum Beispiel, dass man drei Monate in einem Altenheim Probe wohnen kann. Seinen Vortrag rundete Herr Laschet nachmittags mit einem Workshop ab, in dem die Teilnehmer über ihre Anforderungen an ideales Wohnen austauschten. Kritisch betrachteten sie ihre Wohnung, ihr Viertel, die Serviceleistungen und  die Seniorenpolitik. So wünschten sie sich, dass die Politik vorrausschauend plant und Möglichkeiten für barrierefreie Wohnviertel zur Verfügung stellt.  Dass es schon viele Servicedienstleistungen gibt, war allen bewusst. Für das Pflegepersonal wünschten sie sich, dass diese mehr Zeit für den Menschen haben und dass ihr Beruf aufgewertet wird. Viele Anregungen waren dabei, die Herr Laschet an die Zuständigen weiterleiten wird.

Aber auch in den anderen Workshops war das Credo eine verantwortliche Vorsorge für den Herbst des Lebens. Gehirntraining, gesunde Ernährung oder Patientenverfügung waren dort angesagt. Alle Workshopleiter schafften es, die Anwesenden, anhand sehr praktischer Übungen und lebendiger Erklärungen  für ihr Thema zu begeistern. Somit war das Ziel, das sich die Organisatoren gesetzt hatten, nämlich die Sensibilisierung zu einer verantwortlichen Vorsorge für das letzte Lebensalter, zu ihrer Zufriedenheit erreicht.

Die Mitarbeiter des Josephine-Koch-Service und der Stundenblume hoffen, dass die Teilnehmer mit ihren gewonnenen Eindrücken Kreise ziehen werden und sind sich jetzt bereits sicher, dass dieser gelungenen Veranstaltung weitere folgen werden.

 

Erfolgreiches Trauerseminar 2014

Erfolgreicher Abschluss der ersten Ausbildung zum Trauerbegleiter

Im April startete unter dem Motto „Trau dich… Keine Angst vor Trauer“ das erste Seminar zur Ausbildung von Trauerbegleitern. Vierzehn Teilnehmer erhielten im Oktober ihr Abschlusszertifikat. Das Ziel des Seminars war, sich mit den Themen Sterben und Trauer auseinanderzusetzen, sein Bewusstsein für die Vielfältigkeit des Trauerprozesses zu öffnen und somit unbefangener und verständnisvoller auf trauernde Menschen zuzugehen.

Es wurde erklärt, dass Trauer ein normaler Prozess und keine Krankheit ist und dass sich jeder irgendwann mit diesen Themen auseinandersetzen muss oder schon Trauer erfahren hat. Während des Seminars lernten die Teilnehmer einen natürlichen Umgang mit Trauer und wie sie Trauernde dabei unterstützen können, ihre Trauer anzunehmen und gut zu verarbeiten.

Um die Erfahrungen aus der Sicht der Teilnehmer zu illustrieren, hier ein kleiner Auszug aus einem Erfahrungsbericht:

„Im Kloster Montenau treffe ich zwölf Frauen und einen Mann. Aus unterschiedlichen Beweggründen haben wir uns für ein Trauerbegleitseminar eingeschrieben. Margot und Inge, zwei erfahrene Trauerreferentinnen, erwarten uns. Ziele und Rahmenbedingen werden liebevoll festgelegt. Nach und nach wagen wir uns zögernd an unsere eigene Trauer und erfahren in bewegenden offenen Statements persönliche Erfahrungen der anderen. Dies alles in einer sehr vertraulichen Atmosphäre. Augenblicke der Stille beim Schreiben, Beobachten, Meditieren wechseln mit gezieltem Austausch in Zweiergruppen und im Stuhlkreis. Ein Vortrag über die verschiedenen Trauerphasen nach dem Verlust eines geliebten Menschen wird durch Betroffene ergänzt. Zwischendurch gibt es kleine Rituale und spielerische Wahrnehmungsmomente. Die Gruppe wächst, entfaltet Eigendynamik…“

Das Weiterbildungsseminar wird 2015 erneut angeboten, Informationen hierzu folgen zu einem späteren Zeitpunkt. In diesem Zusammenhang weist LFV-Stundenblume auf ein neues Angebot hin, nämlich einen „Treffpunkt für Trauernde“

Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden, ist ein langsamer und lang andauernder Prozess.

Der Treffpunkt ist ein offenes Angebot für Trauernde,

  • die sich mit gleich oder ähnlich Betroffenen austauschen möchten
  • die ihrer Trauer Raum geben möchten
  • die Kraft für die neue Lebensphase suchen
  • die ihre Sorgen und Ängste ansprechen möchten

Wir bieten einen geschützten Raum mit der Möglichkeit zum Reden, zum Schweigen, zum Weinen, aber auch zum Lachen.

Die Treffen werden begleitet von Inge Arens, Trauerbegleiterin, Tel. 080/32 96 06, und finden in den Räumen der Stundenblume, Malmedyer Straße 9, 4780 St. Vith, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Treffen finden dienstags von 17 bis 19 Uhr statt. Das erste Treffen ist am Dienstag, 16. Dezember. Herzliche Einladung an alle!

 

Teilnehmer des Seminars

Neujahrsempfang 2013

In drei Jahren bis zum Mond
oder bis ins Innere der Menschheit

In den letzten drei Jahren hinterlegten die 128 Ehrenamtlichen der Stundenblume bei ihren Einsätzen die Strecke bis zum Mond. Weit wichtiger als diese km-Zahl ist jedoch die Reise ins Innere der Herzen der Nutznießer. Jeden Wochentag werden 22 weniger mobile Personen begleitet, davon ist eine Person ein neuer Nutznießer, öfter noch eine neue Nutznießerin. Denn 288  von  403 Antragstellern sind weiblich  und ein Drittel über 80. Liebe Worte, ein Lächeln  oder ein  Handdruck sind der Beweis für  Dankbarkeit und die Verbundenheit, die sich zwischen Ehrenamtlichen und Nutznießern immer wieder aufbaut.

Wen wundert es da, dass die Stundenblume am Samstag, den 26. Januar zufrieden  auf das letzte Jahr zurückblicken konnte. 90 Personen hatten sich eingefunden, um in Born den Neujahrsempfang zu feiern.  Natürlich waren alle Teilnehmer gespannt, was das Jahr 2013 bringen wird. Die größte Neuerung ist wohl  das Einführen der Trauerbegleitung. Inge Arens und Margot Piel, zwei erfahrene Trauerbegleiterinnen,  stellten den Ehrenamtlichen das neue Konzept vor.  „Wir bieten den Menschen die Möglichkeit, achtsam mit ihrer Trauer umzugehen und verstanden zu werden“ , so Margot Piel. Aufmerksam hörte der Saal auch zu, als Inge Arens erzählte, wie sie den Weg zur Trauerbegleiterin gefunden hat. Gemeinsam mit allen Ehrenamtlichen haben sie die Hoffnung, die sie schenken, und den Weg aus der Isolation. Die Stundenblume hofft, dass die Erweiterung ihres Angebotes auf Interesse stößt.

Der Höhepunkt dieses Jahres wird jedoch das 20-jährige Jubiläum der Stundenblume sein.  Ob die Stundenblume wohl bis zum Festtag am 28. September in all den Jahren die Strecke mehrmals bis zum Mond hin und her zurückgelegt haben wird, werden alle zum gegebenen Zeitpunkt erfahren. Soviel hat die Koordinatorin, Elvire Wintgens, aber jetzt schon verraten: 700 Ehrenamtlichen haben sich bis heute bei der Stundenblume  engagiert.

Überraschungsgäste gab es für die Anwesenden schon an diesem Samstag. Letztes Jahr begeisterte eine  Bauchtänzerin vor allen Dingen die Hälfte der Ehrenamtlichen, nämlich die männlichen. Dieses Jahr eroberten die A capella Formation „die Songgesellen“ mit  ihrem Repertoire „Lieder, um für hier zu singen“  die Herzen aller.  Auch die Landfrauen aus Meyerode brachten mit ihren Sketchen sehr viel Stimmung in die Runde.

Heute blickt das Koordinationskomitee der Stundenblume auf ein gutes Jahr und einen gemütlichen Neujahrsempfang zurück. Zwei Wünsche hat das Team für  2013 ausgesprochen: Es erhofft sich zum einen neue Ehrenamtliche, die weniger mobile Menschen in ihrem Dorf unterstützen wollen. Zum anderen ist die Stundenblume auf Spendengelder angewiesen und freut sich auf jede Hilfe.

 

20 Jahre Stundenblume 2013

Vom zarten Pflänzchen zur schönen Blume

Am Samstag, den 28. September gab es bei LFV-Stundenblume Grund zu feiern. Seit 20 Jahren leisten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer verschiedene Dienste an weniger mobilen Mitmenschen.

Um 17 Uhr begann die Feier mit einer heiligen Messe, die vom früheren Bezirkspräses des Landfrauenverbandes, Jean-Marie Keutgen, zelebriert und vom Chor Berg gesanglich begleitet wurde.

Nach der Messe zum Thema „Brücken bauen“ fand zur Einstimmung ein Sekt-empfang statt, in dessen Rahmen viele ein fröhliches Wiedersehen feierten. In ihrer Laudatio hob die Geschäftsführerin des LFV, Gisela Cloot, die Bedeutung des Ehrenamtes deutlich hervor. Sie erinnerte an die Anfänge der Stundenblume: „1993 wurde anlässlich des Jahres der Senioren innerhalb des LFV ein kleines, zartes Pflänzchen gesetzt. Die Stundenblume beruht auf einer neuen Kultur des Miteinanders, bei der der Einsatz für andere als Bereicherung für das eigene Leben erfahren wird. Vor 20 Jahren hatten sich sechs Ehrenamtliche zusammen-gefunden, um Freiwillige für den Einsatz bei der Stundenblume zu suchen, zu schulen und an Hilfe suchende Menschen weiter zu vermitteln.“

Sie schilderte die Entwicklung des zarten Pflänzchens zu einer schönen, fest im Boden verankerten Blume, die heute nötiger ist denn je. Sie lobte das Engagement aller Ehrenamtlichen und unterstrich, dass auch heute noch Visionen von einer besseren Welt Antrieb und Motor für einen freiwilligen Einsatz für andere darstellen.

Im Anschluss unterstrich der Minister für Soziales, Harald Mollers, das soeben Gehörte und fügte hinzu, dass Stundenblume aus der Soziallandschaft der Deutschsprachigen Gemeinschaft nicht mehr wegzudenken sei. Der Minister schätzt den Einsatz der Ehrenamtlichen bei Stundenblume sehr und ist davon überzeugt, dass hier gute Arbeit geleistet wird.

Für viel Begeisterung sorgten kleine Filmsequenzen. Mehrere betreute Personen kamen zu Wort und drückten mit ihren eigenen Worten aus, wie sehr die Stundenblume ihr Leben bereichert und vereinfacht. Besser konnte es gar nicht ausgedrückt werden! Das Zeugnis der Seniorinnen und Senioren war bewegend und ließ erneut erkennen, um wen und um was es eigentlich geht!

Susanne Visé und Katleen Hennes, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der Stundenblume, ehrten die Gründerinnen und die langjährigen Ehrenamtlichen in einer liebevollen Ansprache und durch das Überreichen einer wärmenden Decke, die als Symbol für die fürsorgliche Haltung anderen gegenüber dienen sollte. Auch diejenigen, die noch nicht so lange bei der Stundenblume tätig sind, gingen nicht leer aus, sondern erhielten ein kleines Geschenk.

Nach einem leckeren Essen, bei dessen Zubereitung und Ausgabe die Landfrauengruppe Nidrum den Organisatoren behilflich war, wurde zum Tanz aufgespielt. Das Fest klang gemütlich aus; viele lustige Anekdoten wurden an den Tischen ausgetauscht. Bewusst hatten die Organisatorinnen sich für eine Feier unter Ausschluss der Öffentlichkeit entschieden und dieses Konzept ging auf.

Für die sehr gute Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen im Sozialbereich der DG möchten sich die Verantwortlichen auch auf diesem Weg herzlich bedanken.

Viele schöne Fotos findet ihr auf der Webseite unter "Fotos"

Die Stundenblume sagt Danke!

Am 10. November lud die Stundenblume zu einem Benefizkonzert in die Pfarrkirche nach Amel ein. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung und wurden mit weltlichen und kirchlichen Liedern in hohem Maße belohnt. So gab das Holzbläserquintett „La Quintessenza“, ein junges Ensemble aus Hergenrath mit Tanja Devroye-Zimmermann an der Flöte, Ilona Laschet am Fagott, Marie-Ange Kriescher-Pelzer an der Oboe, Cédric Kever an der Klarinette und Rudolf Meessen am Horn, den Auftakt des Nachmittags, gefolgt vom Kgl. Kirchenchor St. Cäcilia Amel, unter der Leitung von Norbert Hansen, welcher mit Liedern wie „Alleluia“ von Ralph Manuel oder auch „Dirait-on“ von Morten Lauridsen lauten Beifall erntete.

Nach herzlichen Dankesworten der Mitarbeiterin der Stundenblume Susanne Visé an alle Mitwirkenden und Helfer im Hintergrund entließ das begeisterte Publikum die musikalischen Akteure nicht, ohne eine Zugabe. So stand dieser erfolgreiche Benefiznachmittag ganz im Zeichen des Miteinanders und der Zeit für den Nächsten - denn Zeit ist kostbar und seine Zeit schenken ist eine der schönsten Gaben.

In diesem Kontext sprechen wir all denjenigen nochmals einen herzlichen Dank aus, besonders den großzügigen Spendern unter den Besuchern des Benefizkonzerts, der Verbandsrunde des Landfrauenverbandes, die dieses Konzert organisiert haben, sowie allen Mitwirkenden und Musikern, die diesen Nachmittag zu einem vollen Erfolg gemacht haben. Sie alle schenkten uns in diesem Moment ihre Zeit und ihr Engagement.