Aktuelles

Josephine-Koch-Service und Stundenblume koordinieren auch 2019 ihr Weiterbildungsangebot

Weiterbildungen 2019

Das Weiterbildungsangebot 2019 der Stundenblume und des "Josephine-Koch-Service" bietet 2019 fünf gemeinsame Treffen, zu denen wir Sie, die Sie sich ehrenamtlich für die Sorgen und Nöte anderer Menschen einsetzen, herzlich einladen. Sowohl bei Stundenblume als auch beim JKS finden einige „interne“ Angebote statt.

Auch wenn für die meisten ehrenamtlichen Tätigkeiten keine spezielle Vorbildung nötig ist oder die ehemalige Berufsausübung ausreicht, gibt es immer wieder Situationen in denen großes Einfühlungsvermögen oder sogar psychologische Grundkenntnisse erforderlich sind.

Film und Austauschnachmittag
Dienstag, 19. November
14 Uhr Begegnungszentrum "Mittendrin" Klötzerbahn - Eupen

Gezeigt wird der ein noch zu bestimmter Film, anschließend gehen wir in einem moderierten Austausch.

 

Adventstreffen der Stundenblume
für unsere Ehrenamtlichen

Montag, 2. Dezember – Kulturhaus Hergenrath - 14 – 17 Uhr

Montag, 9. Dezember – Pfarrheim Amel - 14 – 17 Uhr

 „Deine Spuren im Leben“

4. erfolgreiche SeniorenForum in Eupen

 Das vom Josephine-Koch-Service und der Stundenblume organisierte 4. Seniorenforum lud alle Interessierten ein, sich einen Tag frei zu machen und sich gedanklich mit einem vielleicht schwierigen Thema näher zu befassen.

Das diesjährige Thema „Meine Spuren im Leben“ spricht wohl alle Menschen ab der Mitte des Lebens an. Spätestens, wenn die Pension vor der Tür steht, ein neuer Lebensabschnitt anfängt, stellen wir uns Fragen: Was möchte ich meinen Kindern hinterlassen materiell aber vor allem auch immateriell? Welche Spuren von mir bleiben erhalten? Was könnte ich noch ändern? Was ist planbar und worauf kann ich noch Einfluss nehmen?

Das Forum begann mit der Begrüßung durch Gaby Wirtz, Präsidentin des Verwaltungsrates von LFV-Stundenblume sowie durch Leo Roderburg, Präsidenten des Verwaltungsrates des Josefine-Koch-Service.

Das Referat „Erbschaftsplanung und rechtliche Vorsorge“ von Notar Christoph Weling, brachte eine erste Einsicht in das anscheinend komplizierte belgische Erbschaftsrecht. Anhand verständlichee Erklärungen und übersichtlichen Tabellen räumte Herr Weling mit gängigen Vorurteilen und Missverständnissen auf. Unterbrochen wurde das Referat von direkten Fragen aus dem Publikum. Als Fazit bleibt den Zuhörern folgende Erkenntnis: Die Erbschaft planen ist grundsätzlich gut. Aber nicht immer müsse man das tun: „Wenn wir ein Paar sind, wir Kinder haben und der Hauptwert unseres Vermögens unser Familienhaus ist, und wir möchten, dass unsere Kinder das zu gleichen Teilen erben, dann müssen wir nicht planen.“ Denn in diesem Fall sieht der belgische Staat sowieso schon vor, dass alle Kinder gleich viel von dem Vermögenswert des Hauses erben. In allen anderen Fällen kann es mehr als ratsam sein sich von einem Steuerberater, Anwalt oder Notar beraten zu lassen, um die für sich angemessene Lösung zu finden.

Im zweiten Teil ging Herr Weling auf die „Vorsorgevollmacht“ ein, ein weiteres Thema mit dem sich jeder auseinander setzen sollte.

(Anmerkung der Red.: „Erbschaft in Belgien verstehen und planen“, Christoph Weling, Grenz-Echo Verlag)

Das zweite Referat „Digitaler Nachlass und Vorsorge Leitfaden“ wurde, bedingt durch die berufliche Abwesenheit von Roger Rauw, „Die Eiche VoG“ von Gisela Cloot vorgetragen. In einem von kleinen persönlichen Anekdoten gespickten Vortrag, ging Gisela Cloot auf die Schwierigkeiten des digitalen Nachlasses ein.

Es wurde auf die Wichtigkeit der Sicherheit bei allen personenbezogenen Daten, die wir heutzutage über das Internet zur Verfügung stellen, eingegangen. Es folgten praxisbezogene Tipps zum Umgang mit Passwörtern, Internetrechnungen und digitalen Abonnements. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Rechtslage nicht eindeutig ist. Weltweite Online-Aktivitäten stoßen auf nationale Grenzen. Und dabei sind nicht nur die Vererbbarkeit und das Nutzungsrecht (z.B. Autorenrechte) der Daten ungeklärt; man läuft auch Gefahr, gegen das Fernmeldegeheimnis zu verstoßen und das postmortale Persönlichkeitsrecht zu verletzen.

Ratsam ist es also das wir als „User“ (PC-Nutzer) festlegen was mit unseren Daten, Fotos, usw. geschehen soll, wenn wir versterben oder nicht mehr in der Lage ist, diese selbst zu verwalten. Fazit: Es sind unsere Spuren, die man im Internet finden kann. Entscheiden wir selber, was davon für die Nachwelt verfügbar bleibt!

Kurz vor der Mittagspause stellte Gisela Cloot den „Vorsorge Leitfaden“ vor. Dieses nützliche Dokument, verfasst von Roger Rauw und Sylvia Dannemark im Rahmen ihrer Tätigkeit für „Die Eiche VoG“ gibt Hilfestellung bei allen Themen die sich mit dem letzten Abschnitts des Lebens befassen. Das dieses hilfreiche Dokument auf reges Interesse stieß wurde deutlich da fast 100 Leitfäden schnell vergriffen waren. 

Nach der Mittagspause, die von den Teilnehmern zum Austausch und zur Diskussion genutzt wurde, ging es mit den sogenannten „Herzspuren“ weiter.

Passend zum Thema stellte Angelika Michels, dipl. Psychologin, ihr Referat unter das Zitat Albert Schweizers: „Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen“.

Zu Beginn definierte sie die Spuren, die wir bei anderen Menschen hinterlassen und natürlich die Spuren die wir aufgedrückt bekommen, sei es durch Familie und andere soziale Kontakte.

Die Herzspuren unserer Kindheit prägen unser ganzes Leben und uns von alten Verletzungen und negativen Erfahrungen zu befreien ist eine große Herausforderung um Frieden mit uns selber zu schließen. Anhand drei verschiedener Methoden zeigte sie uns Möglichkeiten auf diese negativen Spuren zu verwischen. Dieser Vortrag forderte offene Ohren und Herzen seitens der Teilnehmer. Anschaulich durch einige Beispiele, konnte jeder Zuhörer aber sicher ein kleine persönliche „Wahrheit“ in dem Vorgetragenen erkennen. Dass wir nun bereit sind „Neue Spuren der Liebe“ zu legen das wünschen wir allen Teilnehmern.

Abgerundet wurde das Tagesprogramm durch die Vorstellung des neuen „Tracking-System“ für Menschen mit „Hinlauftendenz“ das in einer Pilotphase, organsiert durch die „Dienststelle für selbstbestimmtes Leben“ in Ostbelgien getestet wird. Auch hierzu kamen zahlreiche Fragen und Anregungen aus dem Publikum da diese Anwendung Brennstoff für viele Diskussionen über ethische Grundwerte liefert.

Am Ende des Forums waren sich alle Teilnehmer einig dass die sehr unterschiedlichen Blickwinkel der Referenden auf „Meine Spuren im Leben“ eine Bereicherung darstellten. Allen, die zum Gelingen dieses Forums beigetragen haben, sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen.

Wir haben gefeiert!

25 Jahre im Dienste von weniger mobile Menschen in Ostbelgien

Längst sind eure zahlreichen Einsätze, koordiniert durch uns haupt- und ehrenamtliche Kontaktpersonen, nicht mehr aus der sozialen Landschaft in Ostbelgien wegzudenken. Euer Einsatz trägt dazu bei, Senioren das Leben in ihrem häuslichen dörflichen Umfeld so lange zu ermöglichen. Die große Akzeptanz in der Bevölkerung und die gewachsenen guten Verbindungen zu anderen Ehrenamtsprojekten, professionellen Diensten und nicht zu Letzt zu unseren politisch Verantwortlichen in der DG beweisen, dass das Projekt Stundenblume einen wichtigen Platz einnimmt.

Und so haben wir, anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das Jubiläum würdig begangen, wir konnten in schönen Erinnerungen schwelgen, zurück schauen auf Ereignisse in der Vergangenheit. Wir nutzen ebenfalls die Gelegenheit mit den uns verbundenen Menschen über neue Projektideen auszutauschen.

Die Planungen zum Jubiläum starteten bereits im Vorjahr und rasch waren wir Koordinatoren uns einig das dieses Fest gewisse Anforderungen erfüllen sollte: die Ehrenamtlichen sollten selbstverständlich geehrt werden, ganz im Motto der Stundenblume „Zeit verschenken“, es sollte aber auch ein Fest für die Partnerorganisationen und die Öffentlichkeit werden.

Alle Wünsche in einem Event und an einem Datum unter einen Hut zu bekommen war organisatorisch schwer zu bewerkstelligen und so entschieden wir uns für ein Dreitagesprogramm mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Gestartet wurde am 14. Juni mit einer öffentlichen Veranstaltung. Die Stundenblume konnte die Kabarettistin Ramona Schukraft alias Sybille Bullatschek (www.haus-sonnenuntergang.be) für einen Abend im Jünglingshaus Eupen verpflichten. Unter dem Motto „Pfläge lieber ungewöhnlich“ nahm sie das Leben im Pflegeheim liebevoll und komisch unter die Lupe. Die Besucher, unter ihnen zahlreiche Menschen die beruflich mit dem Thema verbunden sind, waren begeistert und es wurde viel gelacht. Die schwäbische „Pflägerin der Herzen“ erfreute mit vielen Pointen und originellen Songs, hatte aber auch, den ein oder anderen, nachdenklichen Gedanken im Gepäck. 

Am Freitag gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten nahtlos weiter mit einem Festakt in dem wunderschönen restaurierten „Kloster Heidberg“ Eupen. Eingeladen waren neben den Ehrenamtlichen, die Bürgermeister der Gemeinden, die Verantwortlichen im Bereich Seniorenpolitik der DG sowie Partnerorganisatoren und Gönner unseres Projektes. Begrüßt wurden die Anwesenden durch die Präsidentin des Verwaltungsrates LFV Gaby Wirtz. Als Stellvertretende des Bischofs J.P. Delville übermittelte Fina Keifens das Grußwort. Die Gründerin der Stundenblume, Maria Klöcker, gab einen Rückblick auf die Gründung vor 25 Jahren. Durch den Abend führte Gisela Cloot. Aktuelle Zahlen wurden von den hauptamtlichen Koordinatorinnen Susanne Visé und Gerlinde Müller präsentiert. Minister Antoniadis ließ es sich nicht nehmen sich mit Worten der Anerkennung an die Ehrenamtlichen zu richten. Abschließend wagte unsere Geschäftsführerin Gisela Cloot einen Blick in die Zukunft, stellte neue Projekte und Herausforderungen vor. Als Abschluss des offiziellen Teiles, wurden alle, die in irgendeiner Weise aktiv am Gelingen des Projektes mitwirken, auf die Bühne gerufen. Gespräche in lockerer Atmosphäre, bei Sekt und köstlichem Fingerfood, rundeten den gelungenen Nachmittag ab.

Am Montag 18. Juni luden wir alle Ehrenamtlichen zu einem Ausflug ein. Bei sonnigem Wetter und bestens gelaunt trafen, jeweils ein Bus aus dem Süden und Norden, 45 Ehrenamtliche bei den Minen von Blegny zusammen. 

In der Zeche von Blegny, gelegen in der Naturlandschaft des Pays de Dalhem-Blegny, kann das harte, heute unvorstellbare Leben der Kumpel unter Tage nachempfunden werden. In 2 Gruppen aufgeteilt ging es nach einem Einführungsfilm, ausgestattet mit Helm und Jacke, mit dem Förderkorb hinein in den Schacht bis in eine Tiefe zwischen 30 Meter. Hautnah konnte man das harte Leben der Grubenarbeiter nachempfinden, den ohrenbetäubenden Lärm eines riesigen Bohrgeräts hören, über steile Treppen und enge Gänge tief in das Schwarz der Erde eindringen. Am Ende, wieder ans Tageslicht zurückkehrt, folgte ein Rundgang zu den Sortier- und Waschanlagen der Kohle. Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen hatte es vorgezogen nicht hinab zu fahren und nutze die Zeit das Gelände oberhalb der Minen zu besichtigen.

Pünktlich um 12 Uhr bestiegen alle die Bimmelbahn die uns runter an die Maas brachte, hier bestiegen wir in Visé das für uns reservierte Schiff“ „Pays de Liège“. Die Crew hieß uns herzlich willkommen und nachdem wir Platz genommen hatte ging es auch gleich los mit Aperitif und 3 Gang-Menü. Nach der Durchfahrt der Schleusen von Monsin erreichten wir gegen 15 Uhr die Anlegestelle im Zentrum von Lüttich. Hier warteten schon die Busse für die Rückfahrt auf uns. Alles in allem ein abwechslungsreicher Tag bei dem neben dem kulturellen Input viel Zeit für Gespräche und Austausch war.

Wir hoffen dass alle zufrieden auf diese diversen Events zurückblicken, sicher sind wir, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Treffpunkt St. Vith für Trauernde

Jeden 1. Dienstag im Monat im Büro der Stundenblume - St. Vith zwischen 17 und 19 Uhr
                                   
"Treffpunkt für Trauernde"

Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden,
ist ein langsamer und lang andauernder Prozess.

Der Treffpunkt ist ein offenes Angebot für Trauernde:

  • die sich mit gleich oder ähnlich Betroffenen austauschen möchten
  • die ihrer Trauer Raum geben möchten
  • die Kraft für die neue Lebensphase suchen
  • die ihre Sorgen und Ängste ansprechen möchten