Aktuelles

Josephine-Koch-Service und Stundenblume koordinieren auch 2019 ihr Weiterbildungsangebot

Adventfeiern Stundenblume

In Erwartung?

Viele Menschen erleben den Advent nicht mehr als Zeit des Innehaltens, der Stille und Besinnlichkeit. Wir sind beschäftigt, oft unruhig bei all dem, was noch erledigt werden muss und soll. Die Zeit erscheint uns immer zu kurz und zu verfliegen, uns zwischen den Fingern zu zerrinnen. Die Advents- und Weihnachtszeit liegt bei uns auf der nördlichen Halbkugel in der Winterzeit, in der Zeit, in der die Natur ihre Ruhephase hat. Warum hetzen wir uns so, gerade auch in dieser Zeit? Wir können uns der Schnelllebigkeit und dem Zeitdruck sicher nicht ganz entziehen, das wissen wir.

Doch vielleicht können wir bei den Adventsnachmittagen ein wenig Besinnung und Ruhe finden. 

Montag, 3. Dezember, Kulturheim Hergenrath – 14 Uhr
Montag, 9. Dezember, Pfarrheim Amel – 14 Uhr

Der Nachmittag klingt bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde aus. Und nicht zuletzt „Wichteln“ wir wieder. (Ein kleines weihnachtliches Geschenk, der Wert sollte 5€ nicht übersteigen)

Wir freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag und die Gelegenheit zum Austausch.

Das Stundenblumen-Team

Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 26. November

Wir haben gefeiert!

25 Jahre im Dienste von weniger mobile Menschen in Ostbelgien

Längst sind eure zahlreichen Einsätze, koordiniert durch uns haupt- und ehrenamtliche Kontaktpersonen, nicht mehr aus der sozialen Landschaft in Ostbelgien wegzudenken. Euer Einsatz trägt dazu bei, Senioren das Leben in ihrem häuslichen dörflichen Umfeld so lange zu ermöglichen. Die große Akzeptanz in der Bevölkerung und die gewachsenen guten Verbindungen zu anderen Ehrenamtsprojekten, professionellen Diensten und nicht zu Letzt zu unseren politisch Verantwortlichen in der DG beweisen, dass das Projekt Stundenblume einen wichtigen Platz einnimmt.

Und so haben wir, anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das Jubiläum würdig begangen, wir konnten in schönen Erinnerungen schwelgen, zurück schauen auf Ereignisse in der Vergangenheit. Wir nutzen ebenfalls die Gelegenheit mit den uns verbundenen Menschen über neue Projektideen auszutauschen.

Die Planungen zum Jubiläum starteten bereits im Vorjahr und rasch waren wir Koordinatoren uns einig das dieses Fest gewisse Anforderungen erfüllen sollte: die Ehrenamtlichen sollten selbstverständlich geehrt werden, ganz im Motto der Stundenblume „Zeit verschenken“, es sollte aber auch ein Fest für die Partnerorganisationen und die Öffentlichkeit werden.

Alle Wünsche in einem Event und an einem Datum unter einen Hut zu bekommen war organisatorisch schwer zu bewerkstelligen und so entschieden wir uns für ein Dreitagesprogramm mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Gestartet wurde am 14. Juni mit einer öffentlichen Veranstaltung. Die Stundenblume konnte die Kabarettistin Ramona Schukraft alias Sybille Bullatschek (www.haus-sonnenuntergang.be) für einen Abend im Jünglingshaus Eupen verpflichten. Unter dem Motto „Pfläge lieber ungewöhnlich“ nahm sie das Leben im Pflegeheim liebevoll und komisch unter die Lupe. Die Besucher, unter ihnen zahlreiche Menschen die beruflich mit dem Thema verbunden sind, waren begeistert und es wurde viel gelacht. Die schwäbische „Pflägerin der Herzen“ erfreute mit vielen Pointen und originellen Songs, hatte aber auch, den ein oder anderen, nachdenklichen Gedanken im Gepäck. 

Am Freitag gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten nahtlos weiter mit einem Festakt in dem wunderschönen restaurierten „Kloster Heidberg“ Eupen. Eingeladen waren neben den Ehrenamtlichen, die Bürgermeister der Gemeinden, die Verantwortlichen im Bereich Seniorenpolitik der DG sowie Partnerorganisatoren und Gönner unseres Projektes. Begrüßt wurden die Anwesenden durch die Präsidentin des Verwaltungsrates LFV Gaby Wirtz. Als Stellvertretende des Bischofs J.P. Delville übermittelte Fina Keifens das Grußwort. Die Gründerin der Stundenblume, Maria Klöcker, gab einen Rückblick auf die Gründung vor 25 Jahren. Durch den Abend führte Gisela Cloot. Aktuelle Zahlen wurden von den hauptamtlichen Koordinatorinnen Susanne Visé und Gerlinde Müller präsentiert. Minister Antoniadis ließ es sich nicht nehmen sich mit Worten der Anerkennung an die Ehrenamtlichen zu richten. Abschließend wagte unsere Geschäftsführerin Gisela Cloot einen Blick in die Zukunft, stellte neue Projekte und Herausforderungen vor. Als Abschluss des offiziellen Teiles, wurden alle, die in irgendeiner Weise aktiv am Gelingen des Projektes mitwirken, auf die Bühne gerufen. Gespräche in lockerer Atmosphäre, bei Sekt und köstlichem Fingerfood, rundeten den gelungenen Nachmittag ab.

Am Montag 18. Juni luden wir alle Ehrenamtlichen zu einem Ausflug ein. Bei sonnigem Wetter und bestens gelaunt trafen, jeweils ein Bus aus dem Süden und Norden, 45 Ehrenamtliche bei den Minen von Blegny zusammen. 

In der Zeche von Blegny, gelegen in der Naturlandschaft des Pays de Dalhem-Blegny, kann das harte, heute unvorstellbare Leben der Kumpel unter Tage nachempfunden werden. In 2 Gruppen aufgeteilt ging es nach einem Einführungsfilm, ausgestattet mit Helm und Jacke, mit dem Förderkorb hinein in den Schacht bis in eine Tiefe zwischen 30 Meter. Hautnah konnte man das harte Leben der Grubenarbeiter nachempfinden, den ohrenbetäubenden Lärm eines riesigen Bohrgeräts hören, über steile Treppen und enge Gänge tief in das Schwarz der Erde eindringen. Am Ende, wieder ans Tageslicht zurückkehrt, folgte ein Rundgang zu den Sortier- und Waschanlagen der Kohle. Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen hatte es vorgezogen nicht hinab zu fahren und nutze die Zeit das Gelände oberhalb der Minen zu besichtigen.

Pünktlich um 12 Uhr bestiegen alle die Bimmelbahn die uns runter an die Maas brachte, hier bestiegen wir in Visé das für uns reservierte Schiff“ „Pays de Liège“. Die Crew hieß uns herzlich willkommen und nachdem wir Platz genommen hatte ging es auch gleich los mit Aperitif und 3 Gang-Menü. Nach der Durchfahrt der Schleusen von Monsin erreichten wir gegen 15 Uhr die Anlegestelle im Zentrum von Lüttich. Hier warteten schon die Busse für die Rückfahrt auf uns. Alles in allem ein abwechslungsreicher Tag bei dem neben dem kulturellen Input viel Zeit für Gespräche und Austausch war.

Wir hoffen dass alle zufrieden auf diese diversen Events zurückblicken, sicher sind wir, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Weiterbildungen 2019

Vor Ihnen liegt das Weiterbildungsangebot 2019 der Stundenblume und des "Josephine-Koch-Service". In diesem Jahr bieten wir fûnf gemeinsame Treffen, zu denen wir Sie, die Sie sich ehrenamtlich für die Sorgen und Nöte anderer Menschen einsetzen, herzlich einladen. Sowohl bei Stundenblume als auch beim JKS finden einige „interne“ Angebote statt.

Auch wenn für die meisten ehrenamtlichen Tätigkeiten keine spezielle Vorbildung nötig ist oder die ehemalige Berufsausübung ausreicht, gibt es immer wieder Situationen in denen großes Einfühlungsvermögen oder sogar psychologische Grundkenntnisse erforderlich sind.

Wir haben uns deshalb wieder bemüht interessante Themen und kompetente Vortragsgeber aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu finden. Die Weiterbildungen geben Ihnen die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, ein neues Selbstbewusstsein zu erwerben und sich spezielle Grundkenntnisse anzueignen.

Die genauen Uhrzeiten und Orte werden im laufenden Jahr zeitig mitgeteilt.

Umgang mit dementiell veränderten Menschen
Referentin: Gaby Franken, Krankenpflegerin
Dienstag, 12. Februar - Eupen

Der Umgang mit dementiell veränderten Menschen kann schwierig sein. Pflegende Angehörige und professionelle Pflegepersonen werden mit Situationen konfrontiert, die sich oftmals nur schwer managen lassen. Mit fortschreitender Krankheit kommt es zu abwehrendem Verhalten und die Zusammenarbeit mit dem Patienten wird zunehmend schwieriger. Gerade wenn die zu pflegende Person immer abhängiger wird, haben wir zunehmend Probleme zu ihr durchzudringen. So werden Alltagshandlungen wie Körperpflege oder das Ankleiden zu anstrengenden Herausforderungen für Betroffene und Pflegende. Die Folgen kennen wir (und auch Sie): Konflikte, Frustration und Erschöpfung behindern die Pflege zusätzlich und führen zur Verschlimmerung der Pflegesituation. Was können wir tun? Darauf bietet dieser Workshop passende und praxiserprobte Antworten.

 

Wahlen 2019  - Erläuterungen in leichter Sprache
Dienstag, 2. April  -  Triangel St Vith

In Kooperation mit der Erwachsenenbildungsorganisation „Alteo“ veranstalten wir einen Informationsnachmittag, der uns in für jeden verständlicher Sprache folgende Fragen beantwortet:

• Warum Erläuterungen in Leichter Sprache?
• Warum soll ich wählen?   •   Wie kann ich wählen?  •   Wen kann ich wählen?
• Wo kann ich wählen?  •  Was geschieht nach der Wahl?

 

Pflegende Angehörige – Verstehen und Unterstützen
Referentin: Yvonne Schneider
Dienstag, 11. Juni  - Kulturhaus Hergenrath

Mit dem Ziel pflegende Angehörige zu entlasten wurde die Stundenblume vor fast 25 Jahren ins Leben gerufen. Was aber brauchen pflegende Angehörige heute? Gibt es nicht schon genug professionelle Hilfe? Anhand von Zeugenaussagen versetzen wir uns in die Lage pflegender Angehöriger, erfahren Tipps und Ratschläge, wie wir helfen können und werden über professionelle Hilfsangebote informiert.

Die Betreuung eines pflegebedürftigen oder demenzkranken Menschen ist verantwortungsvoll und anstrengend und führt mitunter die Angehörige an ihre Belastungsgrenzen. Die Folgen dieser seelischen/körperlichen Überlastung können vielfältig sein, sie äußern sich in Erschöpfung, Widerwillen, Gereiztheit oder Ungeduld, aber auch Schlafstörungen, Verspannungen oder Gedankenkreisen können Anzeichen starker Belastung sein.
Oft bedroht die Pflege dann die eigene Gesundheit. Nur dann, wenn es dem Angehörigen gut geht, kann er auch für den Pflegebedürftigen da sein.

 

Depression und Sucht auch im Alter?
Referentin: Frau Keutgen - ASL
Dienstag, 17.September - Pfarrheim Amel

Traurig, antriebslos, niedergeschlagen: Eine Depression kann auch ältere Menschen treffen. Eine Depression ist nicht einfach nur eine melancholische Stimmung. Sie ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung. Schmerzhafte Erfahrungen wie der Verlust eines Partners oder Einsamkeit können akute Auslöser sein.

Die Sucht ist kein jugendliches, kein modernes Problem. Viele ältere Menschen befinden sich im Kreislauf einer Abhängigkeit, aus der sie aus verschiedenen Gründen nicht entfliehen können. Die Schätzungen der Behörde für Suchtfragen zeigen erschreckende Ergebnisse. Von einer Alkoholabhängigkeit hingegen sind eher Männer, von einer Medikamentensucht eher Frauen betroffen. Die Ursachen einer Sucht im Alter sind vielseitig, hängen aber immer mit einem tiefsitzenden und nicht erkannten Problem zusammen. Wir erfahren was wir als Angehörige oder Betroffene tun können und haben Zeit zum Austausch.

 

Film und Austauschnachmittag „Sein letztes Rennen“
Dienstag, 19. November

Gezeigt wird der Film „Sein letztes Rennen“. Paul Averhoff hat 1956 als Marathonläufer olympisches Gold geholt. Er war eine Legende. Doch jetzt, im Alter, müssen Paul und seine Frau Margot (Tatja Seibt) nach vielen glücklichen Jahren von Zuhause ausziehen und ins Altenheim. Ihre Tochter Birgit (Heike Makatsch) fliegt als Stewardess um die Welt und kann sich nicht mehr kümmern. So findet sich Paul auf einmal zwischen Singkreis und Bastelstunde wieder - und fühlt sich wie scheintot. Das soll es nun gewesen sein? Nicht mit Paul! Er holt seine alten Laufschuhe hervor und beginnt im Park seine Runden zu drehen. Anfangs schleppend und jämmerlich, dann immer schneller - fest entschlossen, einmal noch einen Marathon zu laufen. Margot ist alles andere als begeistert, lässt sich aber überreden, ihn wie früher zu trainieren. Doch seine Mitbewohner erklären ihn für verrückt - und der Heimleitung ist Paul ein Dorn im Auge, weil er mit seiner Eigenwilligkeit die zeitlich genau abgestimmten Abläufe durcheinander wirbelt. Dann aber taucht ein altes Foto von Pauls Olympiasieg auf - und seine Mitbewohner erinnern sich an den Helden von einst. Als er auch noch ein Rennen gegen den jungen Pfleger Tobias (Frederick Lau) gewinnt, schlägt ihre Zurückhaltung in Begeisterung um, sie feiern mit ihm und feuern ihn an. Und entdecken mit ihm das Gefühl, dass auch für sie das Leben noch nicht ganz vorbei ist. Paul zieht sein Training durch - Runde für Runde, Tag für Tag, „immer weiter“, wie er sich geschworen hat. Denn er will seinen Traum verwirklichen, für sich selbst, für Margot, für seine Tochter Birgit, und für all die anderen, denen er es beweisen möchte…

Es geht um die Frage nach der Selbstbestimmung im Alter, diese wird in einem anschließenden moderierten Austausch behandelt.

  Nicht-Mitglieder bezahlen 5€.

Adventstreffen der Stundenblume

Montag, 2. Dezember – Kulturhaus Hergenrath - 14 – 17 Uhr

Montag, 9. Dezember – Pfarrheim Amel - 14 – 17 Uhr

  

Treffpunkt St. Vith für Trauernde

Jeden 1. Dienstag im Monat im Büro der Stundenblume - St. Vith zwischen 17 und 19 Uhr
                                   
"Treffpunkt für Trauernde"

Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden,
ist ein langsamer und lang andauernder Prozess.

Der Treffpunkt ist ein offenes Angebot für Trauernde:

  • die sich mit gleich oder ähnlich Betroffenen austauschen möchten
  • die ihrer Trauer Raum geben möchten
  • die Kraft für die neue Lebensphase suchen
  • die ihre Sorgen und Ängste ansprechen möchten