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Josephine-Koch-Service und Stundenblume gehen auch 2018 ein Stück des Weges gemeinsam!

Wir haben gefeiert! 25 Jahre Stundenblume

25 Jahre Stundenblume - Ehrenamtliche im Dienste von weniger mobile Menschen in Ostbelgien

Längst sind eure zahlreichen Einsätze, koordiniert durch uns haupt- und ehrenamtliche Kontaktpersonen, nicht mehr aus der sozialen Landschaft in Ostbelgien wegzudenken. Euer Einsatz trägt dazu bei, Senioren das Leben in ihrem häuslichen dörflichen Umfeld so lange zu ermöglichen. Die große Akzeptanz in der Bevölkerung und die gewachsenen guten Verbindungen zu anderen Ehrenamtsprojekten, professionellen Diensten und nicht zu Letzt zu unseren politisch Verantwortlichen in der DG beweisen, dass das Projekt Stundenblume einen wichtigen Platz einnimmt.

Und so haben wir, anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das Jubiläum würdig begangen, wir konnten in schönen Erinnerungen schwelgen, zurück schauen auf Ereignisse in der Vergangenheit. Wir nutzen ebenfalls die Gelegenheit mit den uns verbundenen Menschen über neue Projektideen auszutauschen.

Die Planungen zum Jubiläum starteten bereits im Vorjahr und rasch waren wir Koordinatoren uns einig das dieses Fest gewisse Anforderungen erfüllen sollte: die Ehrenamtlichen sollten selbstverständlich geehrt werden, ganz im Motto der Stundenblume „Zeit verschenken“, es sollte aber auch ein Fest für die Partnerorganisationen und die Öffentlichkeit werden.

Alle Wünsche in einem Event und an einem Datum unter einen Hut zu bekommen war organisatorisch schwer zu bewerkstelligen und so entschieden wir uns für ein Dreitagesprogramm mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Gestartet wurde am 14. Juni mit einer öffentlichen Veranstaltung. Die Stundenblume konnte die Kabarettistin Ramona Schukraft alias Sybille Bullatschek (www.haus-sonnenuntergang.be) für einen Abend im Jünglingshaus Eupen verpflichten. Unter dem Motto „Pfläge lieber ungewöhnlich“ nahm sie das Leben im Pflegeheim liebevoll und komisch unter die Lupe. Die Besucher, unter ihnen zahlreiche Menschen die beruflich mit dem Thema verbunden sind, waren begeistert und es wurde viel gelacht. Die schwäbische „Pflägerin der Herzen“ erfreute mit vielen Pointen und originellen Songs, hatte aber auch, den ein oder anderen, nachdenklichen Gedanken im Gepäck. 

Am Freitag gingen die Jubiläumsfeierlichkeiten nahtlos weiter mit einem Festakt in dem wunderschönen restaurierten „Kloster Heidberg“ Eupen. Eingeladen waren neben den Ehrenamtlichen, die Bürgermeister der Gemeinden, die Verantwortlichen im Bereich Seniorenpolitik der DG sowie Partnerorganisatoren und Gönner unseres Projektes. Begrüßt wurden die Anwesenden durch die Präsidentin des Verwaltungsrates LFV Gaby Wirtz. Als Stellvertretende des Bischofs J.P. Delville übermittelte Fina Keifens das Grußwort. Die Gründerin der Stundenblume, Maria Klöcker, gab einen Rückblick auf die Gründung vor 25 Jahren. Durch den Abend führte Gisela Cloot. Aktuelle Zahlen wurden von den hauptamtlichen Koordinatorinnen Susanne Visé und Gerlinde Müller präsentiert. Minister Antoniadis ließ es sich nicht nehmen sich mit Worten der Anerkennung an die Ehrenamtlichen zu richten. Abschließend wagte unsere Geschäftsführerin Gisela Cloot einen Blick in die Zukunft, stellte neue Projekte und Herausforderungen vor. Als Abschluss des offiziellen Teiles, wurden alle, die in irgendeiner Weise aktiv am Gelingen des Projektes mitwirken, auf die Bühne gerufen. Gespräche in lockerer Atmosphäre, bei Sekt und köstlichem Fingerfood, rundeten den gelungenen Nachmittag ab.

Am Montag 18. Juni luden wir alle Ehrenamtlichen zu einem Ausflug ein. Bei sonnigem Wetter und bestens gelaunt trafen, jeweils ein Bus aus dem Süden und Norden, 45 Ehrenamtliche bei den Minen von Blegny zusammen. 

In der Zeche von Blegny, gelegen in der Naturlandschaft des Pays de Dalhem-Blegny, kann das harte, heute unvorstellbare Leben der Kumpel unter Tage nachempfunden werden. In 2 Gruppen aufgeteilt ging es nach einem Einführungsfilm, ausgestattet mit Helm und Jacke, mit dem Förderkorb hinein in den Schacht bis in eine Tiefe zwischen 30 Meter. Hautnah konnte man das harte Leben der Grubenarbeiter nachempfinden, den ohrenbetäubenden Lärm eines riesigen Bohrgeräts hören, über steile Treppen und enge Gänge tief in das Schwarz der Erde eindringen. Am Ende, wieder ans Tageslicht zurückkehrt, folgte ein Rundgang zu den Sortier- und Waschanlagen der Kohle. Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen hatte es vorgezogen nicht hinab zu fahren und nutze die Zeit das Gelände oberhalb der Minen zu besichtigen.

Pünktlich um 12 Uhr bestiegen alle die Bimmelbahn die uns runter an die Maas brachte, hier bestiegen wir in Visé das für uns reservierte Schiff“ „Pays de Liège“. Die Crew hieß uns herzlich willkommen und nachdem wir Platz genommen hatte ging es auch gleich los mit Aperitif und 3 Gang-Menü. Nach der Durchfahrt der Schleusen von Monsin erreichten wir gegen 15 Uhr die Anlegestelle im Zentrum von Lüttich. Hier warteten schon die Busse für die Rückfahrt auf uns. Alles in allem ein abwechslungsreicher Tag bei dem neben dem kulturellen Input viel Zeit für Gespräche und Austausch war.

Wir hoffen dass alle zufrieden auf diese diversen Events zurückblicken, sicher sind wir, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Weiterbildungen 2018

Weiterbildungsangebot 2018

Vor Ihnen liegt das Weiterbildungsangebot 2018 der Stundenblume und des "Josephine-Koch-Service". In diesem Jahr bieten wir vier gemeinsame Treffen, zu denen wir Sie, die Sie sich ehrenamtlich für die Sorgen und Nöte anderer Menschen einsetzen, herzlich einladen. Sowohl bei Stundenblume als auch beim JKS finden einige „interne“ Angebote statt.

Auch wenn für die meisten ehrenamtlichen Tätigkeiten keine spezielle Vorbildung nötig ist oder die ehemalige Berufsausübung ausreicht, gibt es immer wieder Situationen in denen großes Einfühlungsvermögen oder sogar psychologische Grundkenntnisse erforderlich sind.

Wir haben uns deshalb wieder bemüht interessante Themen und kompetente Vortragsgeber aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu finden. Die Weiterbildungen geben Ihnen die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, ein neues Selbstbewusstsein zu erwerben und sich spezielle Grundkenntnisse anzueignen.

 

Wir freuen uns auf euch!
Das Team der Stundenblume

 

Altersarmut - auch bei uns?

Bitte beachten ! Adressenänderung !

Donnerstag, 27. September, Räumlichkeiten der "Alternative" Hostert 14 - Eupen von 13.30 bis 16 Uhr
Referent: Caritas Aachen

Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander - auch bei Rentnern.

Konkret heißt das: Wer als Alleinstehender weniger als 1000 Euro netto im Monat zur Verfügung hat, ist arm. Solange die Gesundheit stabil ist, geht das ganz gut - aber was, wenn man krank wird?

So kann es passieren das Rentner, plötzlich mit finanziellen Sorgen konfrontiert werden. Wie lange halten sie noch durch - körperlich und seelisch? Reicht das Geld noch für die nächste Woche? Können sie den Strom und die Heizkosten noch bezahlen? Quälende Fragen und Ängste und ein großes Tabuthema, gerade in unserer Gemeinschaft, wo jeder jeden kennt.

 

Unser Selbstbewusstsein – Sei einzigartig, anders und scheine auf Deine Weise

Donnerstag, 11. Oktober 2018, Kulturheim Hergenrath, 13.30 bis 17 Uhr
Referentin: Klaudia Völkering

Je nach Situation können wir uns mal richtig gut und selbstbewusst fühlen und ein anderes Mal unsicher und zögerlich. Unser Selbstbewusstsein ist nicht immer gleich und verändert sich je nach Tagesform. Dennoch können wir etwas dafür tun, es zu stabilisieren.

Gemeinsam wollen wir uns mit unserem Selbstbewusstsein - sprich mit unserem "Überzeugt-Sein" von unseren Fähigkeiten und Wert(en) in lockerer Runde und ungezwungen auseinandersetzen.

Eine Anmeldung ist erforderlich, die Weiterbildungen sind kostenlos für alle Ehrenamtliche der Stundenblume, Nicht-Mitglieder bezahlen 5€.

Treffpunkt St. Vith für Trauernde

Jeden 1. Dienstag im Monat im Büro der Stundenblume - St. Vith zwischen 17 und 19 Uhr
                                   
"Treffpunkt für Trauernde"

Sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden,
ist ein langsamer und lang andauernder Prozess.

Der Treffpunkt ist ein offenes Angebot für Trauernde:

  • die sich mit gleich oder ähnlich Betroffenen austauschen möchten
  • die ihrer Trauer Raum geben möchten
  • die Kraft für die neue Lebensphase suchen
  • die ihre Sorgen und Ängste ansprechen möchten 

Zwei Drehtage für zwei Minuten Film!

Ehrenamtliche als „professionelle“ Schauspieler

Film ab! www.ostbelgien-neu-entdecken.be

Wie Ihr ja sicher wisst, erzielte unsere „Stundenblumen-Geschichte“ beim Wettbewerb „Ostbelgien neu entdecken“ den zweiten Platz. Besonders erfreulich dabei ist, dass die Bevölkerung über diesen Sieg entschieden hat. Insgesamt gingen 4.700 Stimmen online oder per Post ein. Die Geschichte über die Stundenblume wurde 523 Mal angeklickt. Unsere Geschichte, verfasst von Gisela Cloot, erzählt von ostbelgischer Solidarität und Tradition, von nachbarschaftlicher Hilfe und sozialem Engagement.

Dem Sieger winkte eine professionelle Verfilmung seines Projektes. Dies war neben der Öffentlichkeitswirksamkeit der große Anreiz für uns, bei diesem Wettbewerb mit zu machen. Unser Ehrenamtsprojekt filmisch qualitativ hochwertig darzustellen, diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen!

Über die Sommermonate erhielten wir keine genaueren Informationen über den Ablauf der Dreharbeiten. Wir wussten nur dass der Film im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der DG, also am 15. November der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte.

Und dann ging alles ganz schnell: Anfang Oktober wurden wir von der Firma „Paperplane Productions“ mit Sitz in Eupen kontaktiert. Die spontane Frage des Verantwortlichen, Adrian Küchenberg, lautete: „Sind Sie in den nächsten Tagen bereit für die Dreharbeiten?“

Zum Glück hatten wir im Team schon darüber ausgetauscht, welche Situationen und Informationen wir gerne zeigen würden. In diesem Austausch entstand in unseren Köpfen bereits ein kleines „Drehbuch“. Wichtig war uns, dass man unser Engagement auf dem Terrain sehen sollte, es sollten Stimmungen und Menschen gezeigt werden. Ein weiteres wichtiges Kriterium war, den Film über mehrere Jahre nutzen zu können.

Soweit, so gut… Nun hieß es innerhalb weniger Tage Ehrenamtliche zu finden, die bereit waren, als Schauspieler zu fungieren. Natürlich wollten wir Menschen aus dem Süden und Norden der DG zeigen, noch schwieriger war es, Nutznießer zu finden, da unsere betreuten Personen meist schon sehr hochaltrig sind. So entschieden wir uns der Einfachheit halber, die Rolle der Nutznießer von unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Marlene Zimmermann und Hilla Häger darstellen zu lassen.

Eingeräumt wurden uns zwei Drehtage mit einer maximalen Drehzeit von 6 Stunden, dies obwohl der ganze Film nicht länger als zwei, eventuell drei Minuten dauern sollte. Zur Frage nach den Mitwirkenden gesellte sich natürlich auch die Frage nach den Drehorten und den beteiligten Personen, wen und was darf ich heute im Zeichen des viel diskutierten „Rechtes am eigenen Bild“ filmen?

Da wir gerne realistische Situationen filmen wollten, kontaktieren wir die Geschäftsführerin des Carrefour Market Eupen, die ihre Einwilligung zum Drehen im Geschäft spontan zusagte. Vor Ort sprachen wir dann noch das Personal oder Menschen die gerade einkauften persönlich an und holten uns von jedem die Einwilligung, gefilmt zu werden, ein.

Am 20. Oktober fiel also die erste Klappe mit Marlene Zimmermann und Hermann Maats als Darsteller. Gedreht wurde eine realistische Einkaufssituation. Marlene, die ja bekanntlich beim Gehen auf Krücken angewiesen ist, wurde beim Einkaufen von Hermann unterstützt. Er trug den Einkaufskorb, nahm die Waren aus den Regalen und half beim Einsteigen ins Auto. Nach knapp zwei Stunden war dieser erste Teil im Kasten.

Weiter ging es dann im Büro wo wir mit allen Kolleginnen des Landfrauenverbandes mehrere Situationen darstellten. Wieder wunderten wir uns, wie lange Dreharbeiten dauern können, um das Resultat von zwei Minuten Film zu erreichen.

Der zweite Teil der Dreharbeiten fand ein paar Tage später in einem Privathaus in Eupen statt. Dabei stellte Hilla Häger die Nutznießern dar und Werner Vomberg als Ehrenamtlicher kam zu Besuch. Realistische Szenen wurden dargestellt, Werner und Hilla beim Erzählen und Kaffee trinken, beim Spielen von „Mensch ärgere dich nicht“. Und wieder erklang mehrfach die Anweisung des Filmteams: „Szene wiederholen“.